Der Gehilfe

Der Gehilfe des Fährmanns
Hat Pause bläst Qualm in die
Widerwelt sieht Treibholz
Ziehen auf der Donau Tiere
Schwarz mit spitzen Zähnen

Steigt zurück auf die Fähre
Ein paar Forint zu verdienen
Zieht ein Seil aus dem Wasser
Vertäut das Schiff tausendfach
Geübter Schwung

Niemand sieht es

© Bernhard Brack

Schlafes kind

Vor dem schlaf verheißt sich, was wahr ist, ein einziges mal
Als wollte es dem gesprochenen einhalt gebieten
Jeder ort ist ein fremder ort, und die bilder folgen mir
Wie einem entlaufenen hund, dessen schnauze grau wird
Ich bin geboren in hast, kenne nur das sterben der andern
Und weiß doch um das land meines flusses
Mit dem ich um die wette lief, bis er sich unter der strasse verlor
Autos rauschten vorbei, und einmal stieg ein segelflieger über die dächer
Im sommer nahm sich keine note, kein elterlicher streit den trost
Und das staunen, das größer war als ein erhofftes, enttäuschtes leben
Schlafe mein fluss, ruhe in der zeit, trage
Den duft der pfirsichbäume, den das kind vom schulweg mitbrachte
Weil es wahr sein wollte, weil die dinge ja zu ihm sagten
Sie riefen, komm her zu mir geh aus von mir
Daß du mich nicht vergißt und ich dich
Längst vergangen, noch bewahre

© Martin Bührig