Liebe und Hass

Deine Augen glänzen im Gegenlicht, seit Anbeginn schaue ich in sie. Bist wie deine Mutter, so sitzend im angenehm frischen Zimmer mit einer Feder im Haar. so lange, wie Safran, sein Duft eindringt. Du dann Muscheln am Meeresstrand aufliest, spielst und dein Begehren mich aufnimmt.

Aber du, harmonisch dein Körper, ansprechend in Gestalt, verzehre ich dich deiner Gesten wegen. Deine resonante Stimme: Sie vermengst du mit redenden Händen. Umgarnst mich.

Ah, verächtlich bist du da, mit der weissen Blüte im Haar, Silber an deiner Haut, glatt, fein und verdriesslich, beschadet seit jeher. Tust du mir weh, verletzt mich.

Üppige Formen, viel helle Ockerfarben, du, Sinnliche, vergiftest mich mit deiner aus strömen den Süsse, anstrengend, leidend, ohne Gespielin. Ziehst du mich hin.

Ihr alle Gefährtinnen seid ihr, alle, alle Rosen meiner Sappho.

© Bernhard Knab

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