Windgeflüster auf der Haut

Der Tag begann zwischen
unsere Füße zu laufen, ich
hörte bereits dein Lachen.
Du hattest dem Himmel
die Sonne entwendet,
mich wiegend in Kaskaden
feucht plätschernde
Neugier gelegt und
mit dem Umhang des
Windes getrocknet.

Alls was mich bewegte
floss in dich.

Der Süden ließ uns mit dem
Streifzug der Wärme
verschmelzen. Wir liefen
barfuss im Sand, voll prickelnder
Erregung. – Lange noch
schwebte über dem Flussbild
ein Hauch heitere Lust. –
Fast zerdrücktest du mich
in diesem Dialog, der
nur vom Herzschlag lebte.

Immerzu wollte ich dich
fühlen, riechen.

Deine Sommersprossen
auf der Nase machten
eifersüchtig, weil sie Dir
ganz nahe waren, darin
begegnete sich unsere
Sinnlichkeit im Kontakt
pulsierender Sprünge und
Sterne wanderten nachts
über unser Flüstern, sie
entwendeten, das Gesagte.

© Renate Schön