Vergeblich

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Bekühl mich nur mit dem Windhauch deiner Hände
Erwärm mich im Flimmern der Finger Spitzen
Vergrab mich im Zirkel regloser Pupillen

Mehr – mehr,

Verstreich auch die samtige Glut über den Achseln
Verfug noch den Duft meiner Scham vor meinen Schenkeln
Versande mein Sinnen im Tasten deiner Lüste
Spann auf meinen Rücken in der Aura ohne Berühren

Mehr – noch mehr,

Verflöte mein Ohr in die Wildnis seiner Koloraturen
Vertäub meinen Hals nur mit dem Streifen deines Haares
Glänz meinen Nabel schon mit dem Nebel deiner Lippen
Dehn meine Klamm auf nur im Anblick deiner Gestalt
Birg meine Brüste im Viadukt deines Rückens

Sehr, so sehr,

Verbläu meinen Mund nur mit dem Pappeln deiner Worte
Begehe mein Tasten selbst im Wärmen über den Sohlen
Versafte mich schon mit der Trockenheit deines Hauches
Verglüh mich im Weiß meiner Augen bis tief in den Scheitel

Aber –

                        Fass mich nicht an!

© Günter Frings