Rainy Day Woman # 12 & 35

Regentag.
Kein Mensch unterwegs außer mir.
Über mir duschen die Lerchen.
Fröhlich trällern sie ihr Liedchen
unter der Brause.

Regentag.
Schöner Tag.
Sei unverzagt.
Geh deinen Weg.
Schließe den Schirm.
Wage im Regen ein Tänzchen.
Wage im Regen ein Tänzchen…

Das trällern die Lerchen unter der Dusche.
Die Melodie stammt von ihnen.
Der Text stammt von mir.

© Manfred Kern

A German meets Swinging Gourmets In New Orleans

First chorus from Louis:
“Do you know what it means
To miss New Orleans
And miss it each night and day,
The feeling’s getting stronger,
The longer, I stay away.” –

I’m walking! I’m walking to New Orleans.
For the tall sugar pine,
For a steel guitar, a glass of wine
At Martin’s Wine Store,
For Louis, he knows, what it means,
Each night and day, to miss it more.

Kreolische Küche in Regenbogenfarben.
Pfannengerichte, schnell zur Hand,
Sie speisen den swingenden Barden
Mit leichtem Sinn im Blaubeerenland.
French Market’s Dixie Blues:
Hot blackened Red Snapper
Roasted on Chilli, Gumbo and Pepper –
Wonderland’s Burger for Alice.

Commander’s Palace –
No five dollar meal!
It’s real the best place in town,
Diners Club Mambo!
Haute Cajun Cuisine:
Jambalaya, Crawfish Pie and Filé Gumbo.
A spicy temptation, the Holy Trinity:
Paprika, Zwiebeln und Staudensellerie.
Würzige Mixtur dem Hühnertopf-Parcours:
Big fun on the bayou with Yvonne de la Rue.

Last chorus from Louis:
“Oh the moonlight on the bayou
A creole tune that fills the air
I dream about Magnolias in bloom
And I’m wishin‘ I was there.” –

© Manfred Klenk

Weihnachten

Das Champagnerglas ist leer,
nun muß der Weihnachtsbraten her.
Und in wilder Fleischeslust
Stürz´ ich mich auf die Gänsebrust.
Fett löst sich in Alkohol,
du bist mein Freund, ich weiß es wohl.
Doch nach der zweiten Flasche Rotspon
Hab´ ich im Ohr so‘n schrillen Pfeifton.
Geist und Materie sind entkoppelt,
seh´n tu ich sowieso schon doppelt.
O Jesulein in Deiner Windel,
wär‘ bloß nicht dieser dumme Schwindel,
hätt‘ ich Dich – jetzt hilft nur noch beten –
ganz bestimmt auch nicht zertreten.
Und der prächtige Weihnachtsbaum
stände senkrecht noch im Raum.
Gemeinsam mit den Krippentieren
bin ich nun auf allen Vieren.
Glotzt nicht so, ihr blöden Hammel,
Junge hab‘ ich einen Bammel,
den schönen Teppich zu bespeien –
Maria würd´ mir nie verzeihen.
Doch dann gerettet an stillem Ort,
beherzige ich des Herren Wort,
daß Geben seliger denn Nehmen.
Ich sollte mich wohl wirklich schämen.

© Klaus-Henning Krause